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Die schönsten Gebirge del Welt Die Dolomiten von Gadertal und Alta Badia
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Naturpark Puez-Geisler Der 10.200 ha große Naturpark Puez-Geisler liegt in den westlichen Südtiroler Dolomiten. Er umfaßt Teilgebiete der ladinischen Gemeinden St. Martin in Thurn, Abtei und Corvara im Gadertal, der Gemeinden St. Christina und Wolkenstein in Gröden sowie der Gemeinde Villnöß. Die felsige Hochfläche mit einer mittleren Höhe von 2.500 Metern wird in Norden vom Würzjoch und im Süden vom Grödner Joch begrenzt; im Osten wird das Naturparkgebiet vom Gadertal (Campill, Antermoia) und Im Westen vom Aferer, Villnösser und Grödner Tal umsäumt. Den nördlichen Teil des Schutzgebietes kennzeichnen die Aferer und Villnösser Geisler (Sas Rigais, 3.025 m) sowie der Peitlerkofel. Den südlichen Teil beherrscht die Hochfläche von Gardenacia, der Sassongher, die Puezgruppe mit dem Langental und die Cirgruppe.

Eine außergewöhnliche Vielfalt und Gegensätzlichkeit geologischer Erscheinungen prägt das Landschaftsbild des Naturparks. Puez ist ein Schulbeispiel mesozoischer Schichtfolge, tertiärer Erdschollenbewegungen (z.B. Gipfelüberschiebungen der Puezspitzen) und quartärer Verwitterungserscheinungen. Am Aufbau dieses Parkbereiches ist vor allem der über den Raibler Schichten tolgende Dachsteindolomit beteiligt. Die schüsselförmige Hochfläche der Gardenacia gleicht einer Mondlandschaft. Hier kann man mannigfaltige Naturdenkmäler bewundern, so dolinenartige Karsterscheinungen und bizarre Erosionsformen. In den Erhebungen des Côl dal Sonê und des Col de Montijela sind Uberreste von Jura- und Kreideablagerungen erhalten, die zahlreiche Fossilien einschließen. Einzigartig ist das Gewirr von Blöcken und Türmen im Gebiet des Cir-Joches. Im Langental hinterließen die eiszeitlichen Gletscher eine gut sichtbare Trogform. Die Mannigfaltigkeit an Gesteinen und Böden, die unterschiedlichen Höhenstufen und das Mikroklima bedingen ~ vielfältige Pflanzengesellschaften. Der Waldgürtel ist auf die Randzonen des Naturparks beschränkt. Es fallen kräftige Bestände von Zirbelkiefern auf. Hervorzu- heben sind auch die schönen Fichtenbestände und Lärchen - wälder, Legföhrenbüsche. Es gedeihen dort unter anderem Seidelbast, Steinröschen, Schneeheide, Alpenrosen, allerlei Beerensträucher, Pelzanemonen, Soldanellen, Mehlprimel, Krokusse, Schwefelanemonen, Lieppen- und Rachenblütler, der Blaue Eisenhut, Herbstzeitlose, Arnika, Wiesenklee.

Uber das Würzjoch wechselt das Rotwild in das Lüsental. Rehe bevorzugen offenes Wiesengelände. Das Gamswild hält sich besonders in den mit Grasheiden durchsetzten Latschenfeldern auf. Beobachtet werden kann auch der uhu. Gute Balzplätze für das Birk- und Auerwild liegen in den lichten Waldzonen des Würzjoches und des Pütiawaldes. Farbenprächtige Falter, auffällige Käfer, Mumeltiere findet man auf der Medalgesalm auch. Auf den Bergwiesen finden mehrere Singvögel Platz für ihren Nest (Hausrotschwanz, Steinschmätzer, Wasserpieper, Schneefink). In der Geislergruppe zieht der Adler seine Kreise. Wöchentlich werden geführte naturkundliche Wanderungen im Naturpark Puez- Geisler organisiert. Anmeldung im Tourismusbüro erforderlich!

Parks: Naturparke in Südtirol: Natur - Kultur - Landschaft Die Zeitschrift zu den Südtiroler Naturparks Herausgeber: Amt für Naturparke, Provinz Bozen.
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